Beauty IST ein Biest

 

 

Ein TheaterstŸck fŸr junge Leute

Von: D. M. Bocaz-Larson

Copyright (c) 1996, 2004

†bersetzung: Karin Johnson

 

 

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 †bersetzung: Karin JohnsonBottom of Form 1

Figuren

 

 

PRINZESSIN Beauty: (w) Eine verwšhnte Prinzessin, die ihre Lektion lernt

HONORE: (w) Beautys gŸtige Schwester

NICK: (m) Ein starker Bauernjunge, der Beauty kennenlernt

GUTE FEE: (w) Beautys feenhafte Patentante

ANDRES: (m) Ein blinder Prinz aus einem Nachbarkšnigreich

*JANIE: (w) Nicks Schwester

SCHREIBER: (m/w) Ein kšniglicher Diener

K…NIG (oder K…NIGIN): (m/f) Beautys and HONOREs Vater (oder Mutter)

*HAUSLEHRER: (m/w) Beautys Lehrer, der mit ihr Schwierigkeiten hat

*WACHE(N): (m/f) Wachen, Waechter,, die Beautys Leben schwer machen

*NICKs Geschwister: PETER, PATTY, CINDY, JIMMY, SAM, und MANDY

* BAUERSLEUTE mit Sprechrollen: JILL, MEG, MAY, MARY, SARAH, TIM, JO, MOLLY, JOHN, SALLY, LADY

 

Zahlreiche stumme Rollen: WACHE(N), BAUERSLEUTE, G€STE, DIENER, KINDER

 

*Moegliche Doppelrollen:

Wachen  /Peter

Janie/Hauslehrer

Jo/Joe/Jill/Lady

Sarah/Sally/Cindy

Mary/Meg/Patty

Peter/Tim/BŸrgermeister/John

Sam/Jimmy/Bill

 

Dieses TheaterstŸck kann mit nur  15 Spieler oder mit so vielen wie gewŸnscht aufgefŸhrt werden.

 

Ort und Zeit

Das Kšnigreich von Kallentinien

Es war einmal,

 

 

PROLOG

(Spot/Einzellicht auf GUTE FEE)

 

GUTE FEE: Also, wie soll die Geschichte denn  anfangen? La§t uns mal Ÿberlegen. Ach, ja. Es  

                    war einmal eine Prinzessin namens Beauty, die schšner war als alle andern im

                    ganzen Kšnigreich. Aber Moment mal, da hat die Geschichte doch gar nicht  

                    begonnen. Sie  fing in Wirklichkeit vor langer, langer Zeit an, in einem ganz, ganz

                    fernen Land, als Beauty noch ein Baby war. Vielleicht sollte ich so beginnen:

                    Es war zweimal...

                    Egal, jedenfalls, gab es  eine kšnigliche Familie, die kšnigliche Familie von

                    Kallentinien, die ihrem Kšnigreich Frieden beschert hatte und die es aus dem        

                    dunklen Mittelalter hinausgefŸhrt hatte, durch die Erfindung der GlŸhbirne. Ach was,

                    ich mach nur Spass.

                    Sie waren herzensgute und gerechte Herrscher, die das taten, was fŸr ihr Volk das 

                    Beste war. Als Belohnung fŸr ihre guten Taten beschloss ich, ihre neugeborene

                    Tochter zum schšnsten MŠdchen der Welt zu machen. Aber wie Ihr bald sehen

                    werdet, Beauty zur Allerschšnsten zu machen war ein gro§er Fehler war es ein  

                    grosser Fehler, Beauty zur Allerschoensten zu machen.

 

                   (GUTE FEE schnipst mit den Fingern, Licht AUS)

 

 

1. SZENE

 

 

(Licht auf ein mittelalterliches Dorf. Ein Schloss (MITTE) erstreckt sich hoch Ÿber die BauernhŠuser (LINKS,RECHTS). Dorfbewohner gehen umher, gehen ihrer Arbeit nach. Zwei halten inne beim Anblick der Prinzessin.)

 

SARAH: Ist sie nicht das Allerschšnste was Du jemals gesehen hast?

 

MARY: Sie ist das Abbild der Perfektion.

 

            (PRINZESSIN bemerkt, dass sie Ÿber sie reden)

 

SARAH: Ihre Eltern mŸssen wahrlich gut sein um so einen kostbaren Schatz  zu bekommen..

 

BEAUTY: ( €rgerlich) Was starrt ihr beide so?

 

MARY: (Nervšs) Wir haben nur.....,

 

BEAUTY: (€fft sie nach) "Ihr habt nur" was? Gestarrt? Geglotzt?

                 Warum geht ihr nicht woanders hin, und kŸmmert Euch um Euren eigenen Kram?

 

SARAH: Oh, verzeiht , Prinzessin.

 

MARY: Wir wollten Euch  nicht beleidigen. Wir bitten vielmals um Vergebung.

 

            (SARAH und MARY huschen nervšs von dannen)

 

PRINZESSIN: Ja, na dann vergeben wir  das mal. (Sie wirft Steine nach ihnen)

                        Ha! Erwischt. (Lacht) Das wird es ihnen  zeigen.

 

HAUSLEHRER: (kommt vom Schloss) MŸssen Sie die Bauern so behandeln?

 

PRINZESSIN: (Zieht an seinem langen Bart) Ich muss!

 

HAUSLEHRER: Kšnnen Sie sich nicht wie eine Dame verhaltenbenehmen?

 

PRINZESSIN: Ich kann, wenn Sie es auch kšnnen! (Lacht)

 

HAUSLEHRER: Hšren Sie auf so ein Biest zu sein!

 

PRINZESSIN: Beschimpfen Sie mich nicht, sonst lassÔ ich Papa Ihnen den Kopf abschlagen, so        

                        wie den anderen Hauslehrern.

                       

HAUSLEHRER: Ich meinte es nur auf gŸtigste Art und Weise.

                          (Sie lŠchelt, Ÿber die €nderung in seinem Ton. Sie wirft noch einen Stein auf                

                           einen vorbeilaufenden Bauern)

                          Ich mache mir nur Sorgen um Euch. Ihr scheint Euch weder um Menschen noch

                          Dinge zu scheren. Eines Tages werdet Ihr  den Falschen beleidigen) und es

                          bereuen.

 

PRINZESSIN: Nein, die werden es bereuen. Wachen!

                       (WACHEN erscheinen und sie zeigt auf den HAUSLEHRER)

                       Bringt  ihn weg!

 

HAUSLEHRER: Was? Was habÔ ich getan?

 

PRINZESSIN: Er langweilt mich. Kopf ab.

 

                       (Lacht wŠhrend WACHEN ihn schreiend wegschleppen)

 

                       So was habe ich heute auf dem Programm?

 

                      (Sie schnipst mit ihren Fingern und ein SCHREIBER kommt eilig herbei)

 

SCHREIBER: (Balanciert nervšs viele Schreibrollen in seinen Armen) Ja, Prinzessin?

 

PRINZESSIN: (haut ihm die Rollen aus den Armen) Lies   mir meinen Terminplan fŸr heute vor.

 

SCHREIBER: (sucht hektisch nach der richtigen auf dem Boden liegenden Rolle)

                       Nun, Ihr  habt einen Friseurtermin um 9, eine Kleideranprobe um 10....

                      

PRINZESSIN: Genug, ich will statt dessen eine Party geben.

 

SCHREIBER: Aber, Prinzessin,

 

PRINZESSIN: ABER, WAS?

 

                       (BAUERN halten alle inne, um zu sehen, was da vorgeht)

 

SCHREIBER: Aber, natŸrlich ich werde es sofort veranlassen.

 

PRINZESSIN: Guter Schreiber. (tŠtschelt seinen Kopf) Du  behŠlst immer einen kŸhlen Kopf.

 

SCHREIBER: Ja sicher. (AB)

 

PRINZESSIN: (Zu BAUERN) Was glotzt Ihr so?

 

                       (Sie huschen weg. Auftritt Honore)

 

HONORE: Hallo, Schwester. Wie geht es Dir an diesem wunderbaren Tag?

 

PRINZESSIN: Bist Du wirklich so nett oder tust Du nur so?

 

HONORE: Was meinst Du blo§, gute Schwester?

 

PRINZESSIN: Du bist immer so lieb. Widert Dich das denn nie an, immer lieb zu sein?

 

HONORE: (Lacht) Ach, Schwester, Du sprichst immer in so seltsamen RŠtseln. Du bringst mich

                  immer zum Lachen.

 

PRINZESSIN: Und Du bringst mir  immer Unwohlsein. .

 

HONORE: Wo ist denn Dein feiner Schreiber hin?

 

PRINZESSIN: Er bereitet eine Party vor.

 

HONORE: Oje!

 

PRINZESSIN: Oje, was?

 

HONORE: Ich hatte auch schon eine Party geplant.

 

PRINZESSIN: Du? Du gibst nie Partys. Du bist nicht beliebt.

 

HONORE: Ich wei§. Ich dachte auch, es ist eine blšde Idee, aber Vater hat darauf bestanden.

 

PRINZESSIN: Warum denn das?

 

HONORE: Naja, umh..... (wird rot)

 

PRINZESSIN: Naja, umh, WAS?

 

HONORE: Wei§t, Du umh......

 

PRINZESSIN: Raus damit, MŠdchen!

 

HONORE: Es gibt diesen Prinzen.

 

PRINZESSIN: Welchen Prinzen?

 

HONORE: Prinz Andres von Acrime.

 

PRINZESSIN: Nie von ihm gehšrt.

 

HONORE: Er wird bald  Kšnig von Akrimien  sein.

 

PRINZESSIN: Akrimien? Wo zum Teufel ist das denn?

 

HONORE: Schwester? Hast Du es nicht in Geographie gelernt?

 

PRINZESSIN: Wer schert sich um die blšde Geographie?

 

HONORE: Nun, Akrimien ist ein gro§es Kšnigreich šstlich von hier. Papa sagt, das Kšnigreich ist 

                  grš§er als unseres.

 

PRINZESSIN: Grš§er als unseres?! Unmšglich.

 

HONORE: Du hast wahrscheinlich recht.

 

PRINZESSIN: Also warum gibst  Du eine Party fŸr diesen Prinzen?

 

                      (HONORE wird rot und schweigt)

 

                      Ach, ich wei§! Die Party ist fŸr mich! Damit ich Andres kennenlernen kann. Und ich

                      habÔ die †berraschung kaputt gemacht. Wie furchtbar von mir. Nun, ich werde

                      ausreichend Ÿberrascht sein, wenn Du mich vorstellst.             

 

HONORE: Na ja, um ehrlich zu sein,.....

 

PRINZESSIN: Ich wei§, Du mšchtest nicht, dass ich lŸge, aber es ist doch gar nicht luegen. Wir                

                       wollen doch  Vater  nicht enttŠuschen.

 

HONORE: Aber.....,

 

PRINZESSIN: Ich muss mich jetzt beeilen und mein schšnstes Kleid anziehen. Ich mšchte mich

                        unserem Gast von meiner schšnsten Seite zeigen. Nicht, dass ich mich nicht

                        immer von meiner schšnsten Seite zeige. Ich wei§, perfekte Schšnheit kann man              

                        nicht verbessern, aber ich werde es versuchen.

                       (PRINZESSIN geht glŸcklich AB)

 

HONORE: (Traurig) Eigentlich war die Party fŸr mich. (Ab)

 

                   (GUTE FEE erscheint)

 

GUTE FEE: Ach je. Arme Honore. Das MŠdchen hat soviel ertragen mŸssen. Beauty hat sie

                    immer so schlecht behandelt, aber Honore  

                    ist weiterhin so guetig wie immer. Ich muss etwas fŸr Honore tun. Ich muss sie                      

                    irgendwie fŸr ihre GŸte belohnen. Vielleicht kšnnte ich ihr eine golden BŸrste

                    geben, oder einen magischen Spiegel. Ach, ich wei§.

                   (Schnipst mit den Fingern)

                    Wie wŠrÕs mit einem gutaussehenden Prinzen?

                   (ANDRES kommt herein. Steht stolz)

                   Ja, das ist eine gute Idee. Das wird Beauty sicher in Rage bringen.

                   (Denkt)

                   Aber wie kann ich Beauty daran hindern, ihn zu stehlen. Ach ich wei§.

                   (Schnipst mit den Fingern und ANDRES stolpert and wedelt mit den Armen)

                   Ich mache ihn blind. Das wird ihn vor Beautys Macht schŸtzen.

 

                   (GUTE FEE verschwindet. BAUERN (SAM,JANIE, MEG, TIM, JO)kŸmmern sich um

                    ihre Arbeit, bis sie ANDRES sehen. )

 

SAM: Guck! Da drŸben ein Fremder.

 

JANIE: Er sieht aus wie ein Prinz.

 

MEG: Das ist Prinz Andres von Acrime.

 

TIM: Er ist  reich.

 

JO: Und mŠchtig.

 

SAM: Er muss hier sein, um unsere Prinzessin Beauty zu besuchen.

 

JANIE: Oder vielleicht ist er da, um ihre Schwester Honore zu besuchen.

 

MEG: Aber Beauty ist so viel schšner.

 

TIM: Aber Honore ist so viel netter.

 

JO: Vielleicht ist er hier um uns zu besuchen.

 

SAM: TrŠum weiter.

 

ANDRES: Gute Bauern,...

 

                 (ANDRES wird aufgrund seiner Blindheit von seinen Dienern gefŸhrt)

 

JANIE: Hallo, guter Prinz.

 

ANDRES: Ist das das Schloss der lieblichen Prinzessin von Kallentinien?

 

MEG: Vielleicht. Welche Prinzessin?

 

ANDRES: Oh, ja. Da gibt es mehr als eine.

 

TIM: Beauty und Honore.

 

ANDRES: Ja. Das ist das Schloss, das ich suche. Danke, ihr guten Menschen.

                (Er wirft Ihnen GoldmŸnzen zu.)

 

JO: Vielen Dank, guter Herr!

 

               (ANDRES ab mit Dienern)

 

SAM: Aber er hat nie gesagt, wegen welcher Prinzessin er gekommen ist.

 

MEG: Ich bin sicher wir finden  es heraus. In diesem Kšnigreich kann niemand ein Geheimnis fŸr sich behalten.

         

 

JANIE: Was guckt ihr mich alle an?

 

TIM: Komm, wir kommen zu spŠt zur Party.

 

         (ALLE  ab zur Party und GUTE FEE erscheint wieder).

 

GUTE FEE: Ich liebe Partys ueber alles. Sie sollen sie  mal †berraschungsparty nennen, denn     

                    Beauty wird die †berraschung ihres Lebens erfahren.

                    (LŠchelt)

                    Und es wird ihr kein bisschen gefallen.

                    (Schnippt ihre Finger und Licht AUS)

 

 

 

2. SZENE

 

 

(Viele G€STE sind auf der Party. All haben bunte KostŸme an und tanzen zur Musik. HONORE und  K…NIG tanzen mit. BEAUTY hŠlt sich zurŸck und sieht hŸbsch aus).

 

HONORE: (Nach dem Tanzen) KommÔ und tanzÔ den nŠchsten Tanz, Schwester.

 

PRINZESSIN: Ich mšchte mein Kleid nicht ruinieren.

 

HONORE: Aber es macht so ein Spa§.

 

PRINZESSIN: Es gibt wichtigere Dinge als Spa§ zu haben.

 

HONORE: Was zum Beispiel?

 

PRINZESSIN: GehÔ und amŸsierÔ Dich. Ich warte hier bis der Prinz kommt.

 

HONORE: Er ist schon da.

 

PRINZESSIN: Was? Und warum hat er mich noch nicht begr٤t. Hat er noch nicht meine

                        absolute Schšnheit entdeckt? Hat er noch nicht gesehen, wie sehr ich heute

                        strahle?

 

HONORE: Umh, Beauty...

 

PRINZESSIN: Was?

 

HONORE: Er hat noch gar nichts gesehen.

 

PRINZESSIN: Was meinst Du?

 

HONORE: Er ist blind.

 

PRINZESSIN: Blind? Du meinst er kann nicht sehen?

 

HONORE: Ich fŸrchte nicht.

 

PRINZESSIN: Er kann noch nicht einmal mein schšnes neues Kleid sehen?

 

HONORE: Es tut mir leid.

 

PRINZESSIN: (Nervšs) Dann.... Dann muss ich  mit ihm reden.

 

HONORE: Das wŠre eine schšne Idee.

 

PRINZESSIN: Ja, reden. Das kann ich.

 

HONORE: KommÔ,  ich stelle Euch vor.

 

PRINZESSIN: Ja, ja. Ok. GibÔ mir nur eine Minute.

 

HONORE: Ich bringe ihn herŸber. (HONORE geht ANDRES holen)

 

PRINZESSIN: Oje. Was soll ich sagen? WorŸber kšnnen wir reden.

                        ãWie findest Du meine Haare?Ò. Nein, das kann ich nicht sagen.

                        ãWie findest Du meine Schuhe?Ò Nein das geht auch nicht.

                         Was soll ich machen?

                       

HONORE: (Bringt ANDRES zu ihr ) Andres. Dies ist meine Schwester, Beauty.

 

                 (ANDRES streckt seine Hand aus. PRINZESSIN streckt ihre zšgernd aus. ANDRES

                  nimmt ihre Hand  )

 

ANDRES: Es ist ein VergnŸgen Euch kennenzulernen. (Er kŸ§t ihre Hand)

 

PRINZESSIN: Das VergnŸgen ist ganz meinerseits.

                       (Schweigen)

                      Also. Wie gefŠllt Euchmeine... Ich meine, wie gefŠllt Euch?

 

ANDRES: Die Party?

 

PRINZESSIN: Ja.

 

ANDRES: Sie ist wunderbar. Besonders die Musik. Ich liebe die Musik. 

 

PRINZESSIN: Ich hab sie  noch gar nicht bemerkt.

 

ANDRES: Sie  ist entzŸckend.

 

                 (Schweigen)

 

PRINZESSIN: Na ja, ich nehme an, Ihr wollt weiter.

 

ANDRES: Honore hat auch gesagt, dass sie mir nach der Party eine FŸhrung durchÕs Kšnigreich                

                 geben mšchte. Ich freue mich schon darauf.

                

PRINZESSIN: Jaaa?

 

HONORE: Es ist draussen so ein schšner Tag. Es wird herrlich sein.

 

ANDRES: Eure Schwester ist so gŸtig zu mir. Ich wŸnschÔ, ich hŠtte vor Jahren von Eurem    

                 Kšnigreich gehšrt.

 

PRINZESSIN: (Aufgesetzt) Ja, ich auch.

 

HONORE: Komm, Andres. LassÔ uns noch einmal tanzen.

 

PRINZESSIN: Ihr  kšnnt tanzen?

 

ANDRES: Na ja, nicht wirklich.

 

HONORE: Aber ich auch nicht, also sind wir das perfekte Paar.

 

ANDRES: Das sind wir!

 

PRINZESSIN: Ja, ich denke, das seid Ihr.

                     (Ein neuer Tanz beginnt und HONORE und ANDRES tanzen mit. PRINZESSIN

                     schaut unglŸcklich zu)

                     Honore  ist vielleichtÔne Schwester. Sie geht und stiehlt mir meinen Prinzen.

                     Na, ich werd ihrÕs zeigen. Wenn ich, wie immer, zur Kšnigin des Balls gekŸrt

                     werde, dann wird Andres schon merken, wer die beste Prinzessin ist.

 

K…NIG: Achtung, ich bitte um Eure Aufmerksamkeit.

           (ALLE sammeln sich um ihn.)

           Wir mŸssen nun die Kšnigin des Balls kršnen.

           (PRINZESSIN geht stolz zu ihrem Vater.)

           Und zum ersten Mal fiel die Wahl einstimmig aus. Den Umschlag bitte.

           (SCHREIBER bringt Umschlag)

           Und die Gewinnerin ist, Prinzessin Honore.

          (HONORE ist geschockt, genauso wie PRINZESSIN. ANDRES und G€STE jubeln. )

 

G€STE und ANDRES: Hip-hip hurra! Hip-hip hurra.

 

                 (HONORE wird gekršnt und Blumen werden ihr ueberreicht. Ihr ist es peinlich.)

 

HONORE: Dies ist so ein besonderer Tag fŸr mich. Ich werde mich immer daran erinnern.

 

K…NIG: Als Kšnigin des Balls dŸrft Ihr einen kšniglichen Erlass verkuenden.

 

PRINZESSIN: (zu einer Person neben Ihr) Niemand kann meinen Letzten toppen : die Chance  

                       das Kleid zu wŠhlen, worin ich am besten aussehe. Ich verbrachte den ganzen Tag

                       mit meinen Kleidern auf dem Laufsteg. War dasÔne Arbeit.

 

HONORE: Als Ballkšnigin veranlasse ich, dass morgen ein Feiertag sein wird.

 

G€STE: Nicht arbeiten! Hurra!

 

HONORE: Und wir werden ein gro§es Festessen fŸr Alle im Kšnigreich veranstalten. Arme und 

                  Reiche.

 

G€STE: Hurra!

 

HONORE: Und,...

 

PRINZESSIN: Sie darf nur eins. Das sind schon zwei. (Sie wird total ignoriert)

 

HONORE: Wir, wir....

 

                 (HONORE ist es total peinlich. ANDRES kommt nach vorne)

 

ANDRES: Morgen werden wir Hochzeit feiern. Honore hat zugestimmt, mich zu heiraten.

 

PRINZESSIN: Was?

 

G€STE: Hip-hip hurra! Hip-hip hurra!

 

              (G€STE sammeln sich um ANDRES und HONORE und laufen Alle aufgeregt AB.       

               DIENER bleiben und rŠumen auf)

 

PRINZESSIN: Ich fassÔ es nicht. Sie haben mich heute nicht einmal bemerkt. Ich kšnnte genauso

                       gut unsichtbar sein.

 

                      (GUTE FEE erscheint)

 

GUTE FEE: Das kann arrangiert werden.

 

                    (Sie berŸhrt PRINZESSIN mit ihrem Zauberstab.)

 

PRINZESSIN: Hey! Was hast Du gerade gemacht?

 

GUTE FEE: Ich habe Dich unsichtbar gemacht.

 

PRINZESSIN: Ja?

 

GUTE FEE: Ja. Du bist lang genug im Mittelpunkt gewesen. Es wird Zeit, dass Du lernst, wie es                      

                     ist nich bemerkt zu werden.

 

PRINZESSIN: Was glaubst Du denn, wer Du bist?

 

GUTE FEE: Ich bin die Gute Fee .

 

PRINZESSIN: Solltest Du nicht nett zu mir sein?

 

GUTE FEE: Ich war es einmal. Ich bin diejenige, die Dich wunderschšn gezaubert hat, als Du

                    ein Baby warst. Jetzt bin ich da, um meinen Fehler zu korrigieren.

 

 

PRINZESSIN: Fehler? Das war kein Fehler.

 

GUTE FEE: Doch, das war es, Beauty. Du bist vielleicht von au§en schšn, aber innen drin bist   

                    Du hЧlich.

 

PRINZESSIN: Wie kannst Du es wagen, mich hŠsslich zu nennen!

 

GUTE FEE: Du musst unsichtbar bleiben, bis Du Deine Lektion lernst!

 

PRINZESSIN: Unsichtbar, ja? Das kšnnte ganz lustig sein.

                       (Sie tritt einen der Diener, der denkt es war ein anderer. Diese fangen an sich zu                    

                       balgen.)

                       Oh, wie wunderbar.

                       (Sie zieht einen anderen Diener an den Haaren.)

 

GUTE FEE: Oje.

 

                  (PRINZESSIN hebt etwas auf, und es schwebt herum.)

 

MOLLY: Ein Geist!

 

              (DIENER schreien und rennen raus)

 

PRINZESSIN: Das ist ja gro§artig!

 

GUTE FEE: Vielleicht muss ich noch mal nachdenken.

                    (BerŸhrt PRINZESSIN mit Zauberstab und versetzt sie in einen Freeze)?).)

                   

                     Vielleicht gibt es einen anderen Weg. (wedelt  Zauberstab)

                     Zipp-zapp-zerapp.  Du Šrgerst Diener,  nun Šrgern sie Dich!

 

                    (PRINZESSIN bricht zusammen: BLACKOUT)

 

 

 

 

 

3. SZENE

 

(K…NIG, HONORE, und ANDRES sammeln sich, um mit dem SCHREIBER zu sprechen)

 

K…NIG: Es ist furchtbar. Seid Ihr  sicher, dass Ihr  sie nirgends finden kšnnt?

 

SCHREIBER: Es tut mir leid mein Kšnig. Wir haben Ÿberall gesucht. Sie ist einfach

                       verschwunden. 

 

HONORE: Das ist alles meine Schuld.

 

ANDRES: Nein, das stimmt nicht.

 

HONORE: Doch, ich hŠtte nie den Ball veranstalten sollen. Beauty ist sonst immer diejenige, die

                  Partys gibt.  Es ist furchtbar von mir, ihr das wegzunehmen. Sie muss so wŸtend

                  auf mich sein.

 

K…NIG: Du darfst genauso Parties geben wie sie auch. Da gibt es keinen Grund wŸtend zu sein.

 

HONORE: Ich muss sie finden und mit ihr reden. Sie wird am Boden zerstšrt sein.

 

ANDRES: Wir werden Ÿberall nach ihr suchen, meine Prinzessin. Wir werden nicht aufhšren bis 

                 wir sie finden.

 

K…NIG: (Zum SCHREIBER) Sammelt jeden, den Ihr kriegen kšnnt. Die Suche muss sofort

              beginnen. Ein hundert GoldstŸcke fŸr denjenigen, der sie findet.

 

SCHREIBER: Ja, mein Kšnig.

 

              (Alle AB)

 

GUTE FEE: Alles verlŠuft genau nach meinen Plan. Ja, glaubt es oder nicht, ich habe einen

                   Plan. Ihr denkt doch, ich lasse mir alles spontan einfallen, oder? Ihr Sie (?) werdet

                   sehen. Diese Geschichte wird ein glŸckliches Ende haben. Darauf wette ich meinen

                   Zauberstab. Und jetzt muss ich mich um Beauty kŸmmern.

                   (Schnipst mit den Fingern und Licht AUS)

 

 

                                                             4. SZENE

 

(Vor dem Schloss findet ein Wettbewerb im Gewichtheben- statt. Es gibt verschiedene Teilnehmer, die versuchen verschiedene Teile zu heben.)

 

B†RGERM.: Nun sind wir bei den letzten zwei Teilnehmern angelangt. Nick und Joe. Joe zuerst.

 

JOE: Kein Problem.

         (Die Menge feuert ihn an. Er strengt sich an, aber hebt das Objekt nicht)

 

B†RGERM.: Jetzt Du , Nick.

 

NICK: Ich werde es versuchen.

          (Versucht es zu heben. Strengt sich an. Es gelingt. Die Menge tobt.)

 

B†RGERM.: Nick hat gewonnen!

 

               (MŠdchen winken ihm und werfen ihm HandkŸsse zu. Jungs klopfen ihm auf den  

                RŸcken und schŸtteln seine Hand.)

 

NICK: Vielen Dank, Leute. Ihr seid zu gŸtig.

 

B†RGERM.: Und hier ist Dein Preis. (Gibt ihm Beutel.)

 

NICK: FŸnf GoldstŸcke! Das wird meine ganze Familie einen Monat lang ernŠhren kšnnen.

 

B†RGERM.: Herzlichen GlŸckwunsch.

 

NICK: Super!

 

JILL: Das ist ein ganz schšner Preis.

 

NICK: Das kannst Du laut sagen.

 

JILL: Suchst Du jemand, der Dir hilft es auszugeben?

 

NICK: Ich habe vor, alle meine Geschwister damit zu ernŠhren.

 

JILL: Oh, wie langweilig. Los, lassÔmal FŸnfe gÔrade sein. Machen wirÔne Party.

 

NICK: Ich werde dieses Geld nicht fŸr eine blšde Party verschwenden.

 

JILL: Ich tanze jeden Tanz mit Dir. Ich werde Deine Seite nicht verlassen.

 

NICK: Nee, Jill. VergissÔes. Ich ernŠhre lieber meine Familie einen Monat lang, anstatt einen Tag 

           zu spielen.

 

JILL: WŸrdest Du es fŸr einen Kuss tun?

 

NICK: Auf Wiedersehen, Jill.

 

JILL: Kein Problem. BleibÕso. Es gibt eine Million Jungs, die auf mich stehen. Ich gehe mit einem 

         von ihnen tanzen.

 

NICK: MachÔ das.

 

B†RGERM.: Jill ist doch  ein wunderschšnes MŠdchen, Nick. Warum magst Du sie nicht?

 

NICK: Sie versteht nicht, warum dieses Geld fŸr meine Familie so wichtig ist.

 

B†RGERM.: Ich muss schon sagen, dass ich Dich bewundere, mein Junge. Nicht viele  

                      junge MŠnner in Deinem Alter wŸrden alles fŸr einen Haufen kleiner Waisenkinder

                     aufgeben.

 

NICK: So weit ich wei§, habe ich fŸr sie nichts aufgegeben. Meine Familie und ich haben zu

           essen, was anzuziehen und ein Dach Ÿber dem Kopf. Was will man mehr?

 

B†RGERM.: Da hast Du recht. KommÔ, ich mšchte Dich einigen Freunden vorstellen.

 

                    (B†RGERM. und NICK ab. PRINZESSIN auf in Lumpen. Sie ist total derangiert. Sie       

                     ist benommen und verwirrt.)

 

PRINZESSIN: Wo bin ich?

 

MEG: Wer bist Du?

 

PRINZESSIN: Ich bin Beauty.

 

JOHN: Das ist ein komischer Name.

 

PRINZESSIN: Was ist daran so komisch?

 

SALLY: Na ja, Du bist ja nicht gerade....

             

             (Auftritt NICK, er bemerkt, dass PRINZESSIN sich aufregt.)

 

PRINZESSIN: (Bemerkt ihre Kleidung) Oh, was ist passiert? Wo sind meine schšnen Kleider?

                       Wer hat mir das angetan? (Es fŠllt ihr ein.)

                       Die Gute Fee war das. Wo bist Du?

                       Ich verlange, dass Du sofort hierherkommstI

 

MEG: Sie ist verrŸckt

 

SALLY: LassÔ uns gehen, Meg.

           

           (NICK geht zu PRINZESSIN)

 

MEG: Bis spŠter, verrŸcktes Huhn.

 

SALLY: (Zu MEG wŠhrend sie gehen) Die sollte man ãUglyÒ nennen, und nicht Beauty.

 

PRINZESSIN: Naja, wenn ich nicht so nett wŠre, wŸrde ich Dich auch das eine oder andere 

                       nennen.

 

NICK: Was ist denn hier los?

 

           (PRINZESSIN stellt fest, wie gutaussehend NICK ist)

 

PRINZESSIN: Uh, hi. Mir ist gro§es Unrecht widerfahren und ich suche Wiedergutmachung.

 

NICK: Oh,

 

PRINZESSIN: GlaubÔs oder nicht, ich bin Prinzessin Beauty.

                       (NICK versucht nicht zu lachen.)

                       Was ist daran so lustig?

 

NICK: Es ist nur, dass Du ihr gar nicht Šhnlich siehst.

 

PRINZESSIN: Ich wei§, die Gute Fee hat mir das angetan.

 

NICK: Ich dachte, die Gute Fee soll hilfreich sein.

 

PRINZESSIN: Das dachte ich auch. Wo ist sie?

                       (BrŸllt)

                        Das ist nicht lustig Gute Fee. Wenn Du mich nicht sofort zurŸck verwandelst, wirst 

                        Du es bitter bereuen.

 

NICK: Wenn Du wirklich Beauty bist, warum gehst Du nicht einfach nach Hause, und erzŠhlstwas

           passiert ist? Du kannst ein Bad nehmen, Dich sauber machen und alles wird gut.

 

PRINZESSIN: Das ist eine ausgezeichnete Idee.

                       (Sie marschiert zum Schlosstor.)

                       Hallo, ihr blšden Diener. Lasst mich rein. Ich bin es, Prinzessin Beauty.

                       (Sie Ÿberschlagen sich das Tor zu šffnen.)

                       Geht mir aus dem Weg.

 

WACHE: Es tut mir leid, aber Du bist  niemals Prinzessin Beauty.

 

PRINZESSIN: Bin ich wohl.

 

WACHE: Das kannst Du unmšglich sein.

 

PRINZESSIN: GehÔ zur Seite, ich mšchte mit meinem Vater sprechen.

 

WACHE: Niemals! Weiche   zurŸck.

 

PRINZESSIN: Fasse mich nicht an.

 

                      (Sie schieben sie hinaus, und sie landet auf dem Boden)

 

WACHE: Und versuche das nie wieder, sonst werfen wir Dich ins Verlies.

 

PRINZESSIN: (Weint) Was soll ich jetzt machen?

 

NICK: (Hilft ihr hoch). Kannst Du irgendwo anders hin?

 

PRINZESSIN: Nein. Nirgendwo.

 

NICK: KommÔ mit mir. Wir werden Dich saubermachen und Dir was zu essen geben.

           Dann Ÿberlegen wir, was wir machen.

 

           (NICK nimmt PRINZESSIN an die Hand und fŸhrt sie weg.)

 

HONORE: (Kommt ans Tor.) Habt Ihr  irgendein Zeichen von meiner Schwester gesehen?

 

WACHE: Nein, Prinzessin.

 

HONORE: Niemand hat sie gesehen?

 

WACHE: Oh, sicher. Viele Menschen kommen und erheben Anspruch auf die Belohnung, die    

               Euer Vater ausgesetzt hat. Sie behaupten alles mšgliche, sie sei z. B. in den StŠllen  

               oder auf dem Mond. Wir hatten sogar ein BauernmŠdchen, die behauptete sie selbst

               sei Prinzessin Beauty.

              

HONORE: Wirklich?

 

WACHE: Sie sah ihr Ÿberhaupt nicht Šhnlich. Sie war ganz dreckig und hŠsslich.

 

HONORE: Habt Ihr nicht angeboten ihr zu helfen.?

 

WACHE: Uh, naja.....

 

HONORE: Wir sollten allen Menschen unseres Kšnigreichs helfen, besonders denen, die leiden.

 

WACHE: Tut uns sehr leid, Prinzessin. Wird nicht wieder vorkommen.

 

HONORE: Lasst es uns sofort wissen, wenn Ihr irgend etwas von Beauty hšrt.

                 (HONORE ab)

 

BILL: Hey Du da! Ich habe sie gefunden. Ich habe Prinzessin Beauty gefunden!

 

           (Zeigt nach Li., LADY erscheint)

 

LADY: (Alt und seltsam, und eigenartig angezogen.) Hier bin ich!

           (Sie lachen und gehen ab wŠhrend das Licht runtergeht. Spot auf Gute Fee.)

 

GUTE FEE: Na, schauÔ mal einer an. Beauty hat einen gutaussehenden Bauernjungen geangelt.

                    Eine hšchst Ÿberraschende Wendung. Eine hšchst Ÿberraschende und erfreuliche

                    bŠuerliche Entwicklung. Ein paar Tage bei den ãeinfachen LeutenÒ kšnnte genau das

                    sein, was Beauty braucht um die Dinge etwas anders zu sehen.

                    Nun zum schwierigen Teil. Ich muss Euch jetzt alle in Nicks kleines Haus beamen

                    Es ist viel kleiner als das Schloss hier. WennÕs Euch nichts ausmacht, muss ich                         

                    Euch alle ein bisschen schrumpfen. Ihr werdet nicht grš§er als MŠuse sein. Ihr 

                    mŸsst versprechen, in Eurem Versteck zu bleiben.

                    Ach ja, und passt auf die Hauskatze auf. Die kriegt um diese Zeit immer einen   

                    Riesenhunger. Seid Ihr bereit? Los gehtÕs.

                    (Schnipst mit den r Fingern und Black Out)

                    Was ist jetzt mit dem Licht passiert? Was ist hier los? Hat jemand vergessen die  

                    Stromrechnug zu bezahlen? Das ist ja lŠcherlich.

                    (Erinnert sich ans Publikum. Macht ein kleines Licht an)

                    Ach so, ich nehme an, Ihr seid noch mehr verŠrgert Ÿber dieses Missgeschick als

                    ich. Nun, keine Panik. Ich habe alles unter Kontrolle.

                    (Ihr kleines Licht geht aus.)

                    GlaubÔ ich jedenfalls.

 

 

5. SCENE

 

(NICK bringt PRINZESSIN zu seinem bescheidenen Heim. Es ist eine einfache bŠuerliche  

 Behausung)

 

NICK: Da sind wir.

 

PRINZESSIN: (Nicht erfreut) Oh.

 

NICK: Was ist los?

 

PRINZESSIN: Du lebst hier?

 

NICK: Richtig. Du bist bestimmt Dein schickes Schloss gewohnt mit all Deinen schšnen Sachen.

 

PRINZESSIN: Machst Du Dich Ÿber mich lustig?

 

NICK: Tut mir leid. Es ist nur ein bisschen schwer zu glauben, dass Du die Prinzessin bist.

 

PRINZESSIN: Nun, mir ist es egal, was Du denkst. Ich komme auch gut ohne Dich aus.

 

NICK: Jetzt sei nicht so. Du kannst gerne so lange bleiben, wie Du mšchtest. Hast Du gar keinen

          Hunger? (HŠlt ihr etwas Brot hin )

 

PRINZESSIN: (Fixiert Brot mit ihrem Blick) Nur ein bisschen.

 

NICK: Dann issÔ.(Sie nimmt und isst es gierig.) Du hast wirklich Hunger.

 

PRINZESSIN: Wo ist denn diese gro§e Familie von der Du mir auf dem Weg hierher erzŠhlt               

                       hast?

 

NICK: Wahrscheinlich machen sie ihren Nachmittagsspaziergang. (Hšrt sie kommen)

           Da kommen sie.

           (PETER, PATTY, JIMMY, SAM, CINDY (MANDY) kommen fršhlich hereinmarschiert.)

        

PETER: Hallo, Nick!

 

NICK: Hallo, Familie. Ich habe gro§e Neuigkeiten.

 

PATTY: Du hast eine Gans gefunden, die goldene Eier legt?

 

NICK: Fast so gut. Ich habe beim Wettbewerb imGewichtheben-gewonnen. Ich habe fŸnf

          GoldstŸcke gewonnen.

 

KIDS: Super! Toll! Klasse!

 

JANIE: Das ist wunderbar. Davon kšnnen wir uns ein Jahr ernŠhren.

 

NICK: Na ja, vielleicht nicht ein ganzes Jahr, aber es wird auf jeden Fall helfen.

 

CINDY: (Sie bemerkt PRINZESSIN) Wer ist das, Nick?

 

JIMMY: Ist das Deine Freundin?

 

NICK: Sie ist eine Freundin in  Not.

 

SAM: Wie hei§t sie?

 

PRINZESSIN: Beauty. Ich hei§e Beauty.

                      (Einige Kinder lachen)

 

JANIE: Nicht lachen, sie ist vielleicht nicht so schšn von au§en, aber bestimmt ist sie das von

            innen. Das ist die wichtigste Schšnheit.

 

NICK: Gut gesagt, Schwester.

 

JANIE: Kinder, geht und macht Eure Hausaufgaben. Essen wird bald fertig sein.

            (KIDS ab, au§er JANIE und NICK)

 

PRINZESSIN: Wenn das nur wahr sein kšnnte. Ich fŸrchte, ich bin hŠsslich innen und au§en.

 

JANIE: SagÔ das nicht.

 

PRINZESSIN: Aber ich bin hŠsslich von innen, Deswegen bin ich auch von au§en hŠsslich

                       geworden, weil mir das alles so wichtig war.

 

JANIE: KommÔ mit mir. Wir  bringen Dich wieder in Form und gucken ob wir nicht doch Deine           

            Schšnheit wiederfinden.

            (JANIE und PRINZESSIN ab hinten Li. Es klopft an der TŸr Re.)

 

NICK: (Antwortet) Ja?

 

SCHREIBER: Ich bin der kšnigliche Schreiber. Wir bieten eine Belohnung fŸr jeden, der wei§, wo

                      Prinzessin Beauty ist. Einhundert GoldstŸcke. 

 

NICK: 100 GoldstŸcke? Das ist ja ein Vermšgen!

 

SCHREIBER: Also, wenn  Du sie siehst.....

 

NICK: Ich sage Bescheid.

 

SCHREIBER: Guten Tag.

 

NICK: Uh, ein Moment. Wie soll ich wissen, dass sie es ist?

 

SCHREIBER: Sie ist das schšnste MŠdchen im ganzen Kšnigreich. Man kann sie nicht

                       Ÿbersehen.

 

NICK: Aber was ist, wenn etwas passiert ist. Wenn sie irgendwie ganz dreckig und verlottert

          geworden ist. Wie kann man erkennen, dass sie es ist?

 

SCHREIBER: Das ist eine gute Frage. Lass mich Ÿberlegen. Ach, ich wei§. Sie hat ein

                       Geburtsmal an ihrem Fu§. Man kann es nicht Ÿbersehen, wenn sie ihre Schuhe

                       auszieht, was sie selten tut. Es ist der einzige Makel an ihrer perfekten Schšnheit.

 

NICK: Danke, ich lassÔ es Euch  wissen.

 

SCHREIBER: Dann, Guten Tag.

 

NICK: (reimt sich zwei und zwei zusammen) Ich frage mich.....

          (Es klopft nochmal an der TŸr) Wer kšnnte das sein? 

 

JILL: Hallo, Nick.

 

NICK: Ach, hallo, Jill.

 

JILL: Freust Du Dich nicht, mich zu sehen?

 

NICK: Na ja....,

 

JILL: Ich habe entschieden Dir zu vergeben, dass Du mich gestern so beleidigt hast.

 

NICK: Ach ja?

 

JILL: Ja, Du warst so brutal zu mir, aber ich kann mir nicht helfen. Ich mag Dich trotzdem.

 

NICK: WelchÔ ein GlŸck fŸr mich.

 

JILL: Also, mšchtest Du mit mir noch tanzen gehen?

 

NICK: Ich habÔ Dir doch schon gesagt!

 

JILL: Es kostet uns gar nichts. Ich habe gehšrt, Prinzessin Honore zahlt alles.

 

NICK: Prinzessin Honore?

 

JILL: Es ist ihr Hochzeitsball. Alle sind eingeladen. Und es ist umsonst!

 

NICK: Ich habe gehšrt, dass er abgesagt ist.

 

JILL: Was?!

 

NICK: Prinzessin  Honore weigert sich zu heiraten, bis Beauty gefunden wird.

 

JILL: VerlassÔ Dich auf Beauty, meine PlŠne zu ruinieren. Ich hoffe, die finden sie nie.

 

NICK: Es ist furchtbar so etwas zu sagen.

 

JILL: Sie ist so gemein and schrecklich. Das einzig Gute ist ihr Aussehen.

 

NICK: Ich bin sicher, sie ist ein guter, ehrlicher Mensch, wie wir alle.

 

JILL: Das bezweifele ich.

 

NICK: Jedenfalls mŸssen wir uns jetzt wegen dem Ball keine Gedanken machen.

 

JILL: Ja, dann wohl nicht. Mšchtest Du stattdessen einen Spaziergang machen?

 

NICK: Nein, danke.

 

JILL: Warum nicht?

 

NICK: Ich habe Besuch.

 

JILL: Du hast immer Besuch.

 

NICK: Dann machst Du Dich wohl jetzt auf den Weg....?

 

JILL: Wie hei§t er?

 

NICK: Wer?

 

JILL: Dein Gast?

 

NICK: Du meinst, wie sie hei§t?

 

JILL: Es ist eine ãsieÒ?"

 

NICK: Eigentlich sagt sie, sie wŠre Prinzessin Beauty, aber sie sieht ihr Ÿberhaupt nicht Šhnlich.

 

JILL: Also, Du magst sie?

 

NICK: Ich habe sie gerade erst kennengelernt.

 

JILL: Aber Du magst sie?

 

NICK: Sie hat irgendwas, was Besonderes.

 

JILL: Ich verstehÔ, dass ich wohl unerwŸnscht bin. Ich gehÔ lieber.

 

NICK: Sei bitte nicht sauer, Jill.

 

JILL: Aber ich dachte Du magst mich?

 

NICK: Das tue ich, als KumpeI.

 

JILL: Aber ich bin so schšn,  wie kannst Du mich nicht mšgen?

 

NICK: Gibt es nicht wichtigere Dinge als Schšnheit?

 

JILL: Schšn. Dann Auf Wiedersehen, fŸr immer. (Sie rennt raus.)

 

NICK: Ich wŸrde mir um sie Sorgen machen, aber sie sagte mir letzte Woche das Gleiche.

          (KIDS kommen zurŸck)

          Seid Ihr fertig mit Euren Hausaufgaben?

         (Sie nicken)

          Habt Ihr Eure HŠnde gewaschen.

         (Sie schauen sich nervšs an)

          Ihr kennt die Regeln. Keine gewaschenen HŠnde. Kein Essen.

          (Sie gehen zšgernd ab, und halten inne, als sie PRINZESSIN hereinkommen sehen)

           

           Wow. Du siehst toll aus.

           (Kids nicken)

           Was hast Du gemacht, Janie?

 

JANIE: Ein bisschen Schrubben und ein hŸbsches Kleid und schon wurde gezaubert.

 

SAM: Du bist schšn.

 

CINDY: Nick findetÕs auch.

 

NICK: Geht Euch die HŠnde waschen. (Sie machen es, KIDS ab)

 

JANIE: Was ist los, Beauty?

 

PRINZESSIN: Ich verstehe nicht, warum Ihr so nett zu mir seid. Ich habe nie etwas fŸr Euch   

                       getan. Ich kann Euch weder Geld noch was anderes geben.

 

NICK: Wir sind immer bereit Menschen in Not zu helfen.

 

JANIE: Bevor sie starben, haben Mutter und Vater uns das Versprechen abgenommen, dass wir 

           immer anderen Menschen helfen sollten.

 

NICK: Die HŠlfte der Kinder sind nicht mal unsere wirklichen Geschwister. Sie sind Waisen.

 

JANIE: Wie wir.

 

PRINZESSIN: Aber warum? Ihr schuldet ihnen doch nichts.

 

NICK: Das Leben besteht aus mehr, als was man jemandem  schuldet.

 

JANIE: Ich gehe besser raus und hole den Eintopf. Er kocht draussen auf dem Feuer.

 

NICK: Und Beauty kann servieren helfen. 

 

PRINZESSIN: Servieren?

 

NICK: Macht es Dir was aus?

 

PRINZESSIN: Ich habe noch nie jemandem etwas serviert.

 

NICK: Dann ist es jetzt Zeit damit anzufangen.

 

PRINZESSIN: Muss ich?

 

JANIE: Sie ist unser Gast, Nick. Sie muss nicht.

 

NICK: Wie Du willst. (JANIE ab)

           Ich glaubÕes nicht. 

 

PRINZESSIN: Was?

 

NICK: Janie war nett genug, Dich sauber zu machen und Dir ihr bestes Kleid zu geben. Und jetzt   

           willst Du ihr nicht mal mit dem Essen helfen.

 

PRINZESSIN: Aber ich bin Prinzessin. Wir servieren nicht.

 

NICK: Du bist eine verwšhnte Zicke.

 

PRINZESSIN: Wie kannst Du es wagen!

 

NICK: Wie kannst Du es wagen?

 

PRINZESSIN: Was ist mit Dir?

 

NICK: Huh?

 

PRINZESSIN: Ich sehe Dich auch nicht servieren. 

 

NICK: Aber ich bin ein Mann.

 

PRINZESSIN: Also wer ist jetzt verwšhnt?

 

NICK: Das ist was anderes.

 

PRINZESSIN: Oh, ich verstehe. Die Frauen bedienen die MŠnner. So funktioniert das.

 

NICK: Das ist nicht schlimmer als wenn Alle die Prinzessin  bedienen mŸssen.

 

PRINZESSIN: Das ist etwas ganz anderes.

 

NICK: Warte, lassÔ uns nicht streiten. Ich habe eine Idee.

           Warum gehen wir nicht beide Janie helfen?

 

PRINZESSIN: Ich denke, dass ist ein guter Kompromi§.

 

NICK: So machen wirÕs.

          (KIDS treten auf, wŠhrend sie abgehen)

 

PATTY: Da geht Nick mit seiner Freundin.

 

CINDY: Er mag sie sehr, ne?

 

PETER: Ich wette, er heiratet sie.

 

JIMMY: Macht er nicht.

 

PETER: Doch.

 

JIMMY: Nicht.

            (JANIE tritt auf mit Kessel, gefolgt von PRINZESSIN und NICK mit SchŸsseln)

 

PATTY: Essen!

 

JANIE: Alle hinsetzen und wir bedienen Euch.

 

CINDY: Ich mšchte, dass Beauty mich bedient.

             (PRINZESSIN seufzt und gibt CINDY eine SchŸssel)

 

JIMMY: Ich mšchte auch, dass Beauty mich bedient.

             (PRINZESSIN tut es)

 

PETER: Ich auch.

 

JIMMY: Ich zuerst!

 

PRINZESSIN: (Wirft eine SchŸssel runter) Wie sehÔ ich denn aus? Wie eine Dienerin?

 

JIMMY: (Schreit) Sie hat mich angebrŸllt!

 

PRINZESSIN: Oh weia.

 

JANIE: (versucht ihn zu beruhigen) Nicht so schlimm, Jimmy. Sie hatÕs nicht so gemeint.

 

PRINZESSIN: Ruhe! Ich kann diesen Krach nicht ertragen.

                       (Die anderen Kids fangen an zu weinen)

                       Ah!

 

NICK: (Zu PRINZESSIN) Jetzt passÔ mal auf, Du kannst hier nicht einfach meine Familie 

           anbrŸllen. Wir haben versucht, nett zu dir zu sein und guckÔ mal, wie Du uns behandelst.

 

PRINZESSIN: Schšn, dann gehe ich.

 

MANDY: (jŸngstes MŠdchen hŠlt sie auf) Beauty. Bitte gehÔ nicht.

 

PRINZESSIN: Ich...

 

MANDY: Du kannst bleiben, ich werde mich um dich kŸmmern. Ich fŸttere Dich und nŠhÔ Dir

               schšne Kleider.

 

PRINZESSIN: (Wirft sich nieder und weint) Es ist egal, was ich mache. Ihr mšgt mich trotzdem

                       alle. Ich verstehe das nicht.

 

MANDY: Das ist, weil Du wunderschšn bist.

 

PRINZESSIN: Nicht mehr.

 

MANDY: Ich kann in Dich hinein gucken.

 

PRINZESSIN: (umarmt MANDY) Danke.

 

MANDY: (Zu NICK) LassÔ sie bitte bleiben.

 

ANDERE KIDS: Bitte.

 

NICK: Nur wenn sie die SchŸssel aufrŠumt, die sie runter geworfen hat.

 

MANDY: Ich machÕs fŸr sie.

 

NICK: Nein. Das kann nur sie tun oder sie muss gehen.

 

MANDY: Bitte, Beauty. Bitte rŠume auf. Wir mšchten dass Du bleibst.

 

JIMMY: Ich bin nicht sauer auf Dich. Bitte, gehÔ nicht.

 

PRINZESSIN: Schšn. Ich rŠume es auf.

 

KIDS: Ja!

 

(PRINZESSIN fŠngt an, aufzurŠumen)

 

JANIE: Das ist gut genug.

 

NICK: Nein, sie muss es alles aufrŠumen.

 

(PRINZESSIN fŠhrt fort)

 

PRINZESSIN: Hey, wi§t ihr was. Das ist gar nicht so schlecht. Eigentlich macht es sogar Spass. 

                       Gebt mir einen Besen, Ich mšchte das ganze Zimmer saubermachen.

                      (CINDY holt Ihr einen Besen)

                      Das macht Spass.

 

NICK: Ok, ok. Du hast es aufgehoben. Du kannst jetzt aufhšren.

 

PRINZESSIN: Nein, es ist wunderbar. Ich habe noch nie soviel Spass gehabt.

 

NICK: Ich habe ein Monster geschaffen.

           (KIDS feuern PRINZESSIN an, fade to black)

 

GUTE FEE: (kleiner Spot) Und sie hat vielleicht geputzt. Beauty hat sich an jedem StŸck Dreck    

                    so zu schaffen gemacht  als ob sie mit einem bšsen, feuerspeienden Drachen

                    kŠmpfte. ãNimm dies, Dreck. NimmÔ das!" Sie hatte noch nie etwas so

                    Anstrengendes oder so Spa§iges, oder so Wunderbares gemacht. Sie putzte

                    bis die Sonne im Westen unterging und bis sie das Ende des Besens nicht mehr

                    sehen konnte. Sie war mŸde aber glŸcklich und fŸr immer verwandelt.

 

 

 

6. SZENE

 

 

(PRINZESSIN sitzt, mit ihren FŸ§en auf einem Stuhl. Sie ist mŸde vom Saubermachen. Es ist Nacht, eine Kerze ist an.)

 

NICK: (tritt leise auf) Bist Du endlich fertig?

 

PRINZESSIN: Ich habe noch nie unter einem Tisch geputzt.

 

NICK: (schaut unten drunter) Ich kann es nicht glauben.

 

PRINZESSIN: Ich habe noch nie soviel Spass gehabt. Und ich bin noch nie so mŸde gewesen.

 

NICK: Du warst unglaublich. Da hŠtten wir eine Woche fŸr gebraucht. Du hast uns schon doppelt 

           und dreifach zurŸckbezahlt.

 

PRINZESSIN: Endlich, ein Kompliment.

 

NICK: Ich bin ein bisschen streng mit Dir gewesen.

 

PRINZESSIN: Ein bisschen? Ich bin noch nie so schlecht behandelt worden.

 

NICK: Heute ist definitiv ein Tag mit neuen Erfahrungen fŸr Dich.

 

PRINZESSIN: Das kann man wohl sagen. (Sie stšhnt)

 

NICK: Was ist los?

 

PRINZESSIN: Meine F٤e. Die tun so weh.

 

NICK: Es sind die Schuhe. Sie sehen zu klein aus fŸr Dich.

 

PRINZESSIN: Ja, vielleicht.

 

NICK: Kann ich sie Dir ausziehen?.

 

PRINZESSIN: Nein, schon ok. Alles in Ordnung.

 

NICK: Nein, wirklich. Ich gebÔ Dir eine Fu§massage.

 

PRINZESSIN: Oooh. Eine Fussmassage. Wie ich die vermisse.

 

NICK: Darf ich?

 

PRINZESSIN: Nein.

 

NICK: Bitte.

 

PRINZESSIN: Ach, ich bin zu mŸde um mich zu streiten.

                       (Er sitzt und sie legt ihre FŸ§e in seinen Scho§) Ich muss Dich warnen.

 

NICK: (Zieht ihre Schuhe aus. Er starrt, erstaunt) Das Geburtsmal.

 

PRINZESSIN: Sieht es nicht hŠsslich aus?

 

NICK: Ah, aah, (Sprachlos)

 

PRINZESSIN: Nick? Was ist los?

 

NICK: Du bist die Prinzessin!

 

PRINZESSIN: Das versuchte ich, die ganze Zeit zu sagen.

 

NICK: (fŠllt auf die Knie) Oh, Ihre Hoheit. Es tut mir so leid.

 

PRINZESSIN: Nick, bitte machÔ hier nicht auf Lakai. Deswegen mochte ich Dich. Du fŸhltest Dich 

                        nicht gezwungen mich so behandeln.. Ich bin doch jetzt ein einfaches 

                        BauernmŠdchen.

 

 

 

NICK: Aber warum?

 

PRINZESSIN: Die blšde Gute Fee hat mir das angetan. Ich korrigiere: Die kluge Gute Fee. Sie

                        hat mich dazu gebracht, dass ich putzen mag.

                        (BrŸllt hinaus)

                        Es hat funktioniert, Gute Fee. Es hat funktioniert. Ich bin glŸcklich, nicht schšn zu 

                        sein.

                       (schaut NICK an)

                       Ich hŠtte nie gedacht, dass ich ohne meine Schšnheit leben kšnnte. Aber ich

                       denke, ich kann es.

                      

                       (CINDY und SAM kommen unbemerkt dazu)

 

NICK: Wer hat gesagt, Du seist nicht schšn?

 

PRINZESSIN: Ich sehe furchtbar aus.

 

NICK: Ich finde, Du siehst nicht so schlecht aus

 

          (CINDY winkt den anderen KIDS)

 

PRINZESSIN: Wirklich?

 

NICK: Wirklich. Du siehst gut genug zum KŸssen aus.

          (Er lehnt sich zu ihr und KIDS fangen an zu kichern)

          Was macht Ihr denn alle hier. Ihr solltet im Bett sein.

 

MANDY: Wir wollten sehen, wie Du sie kŸsst. (KIDS kichern)

 

NICK: Ab ins Bett. (KIDS ab) Entschuldigung.

 

PRINZESSIN: Schon in Ordnung.

 

NICK: Und was machen wir jetzt?

 

PRINZESSIN: Ich wei§ nicht.

 

NICK: Soll ich den Schreiber holen? Wir kšnnen ihm Dein Geburtsmal zeigen und Du kannst 

           nach Hause gehen.

 

PRINZESSIN: Und Du kriegst Deine hundert GoldstŸcke fŸrÕs Nachhausebringen.

 

NICK: Woher wei§t Du das?

 

PRINZESSIN: Janie hatÕs mir erzŠhlt.

 

NICK: Ich mšchte keine Belohnung.

 

PRINZESSIN: Du wŠrst verrŸckt sie nicht zu nehmen.

 

NICK: Ich sollte ihnen hundert GoldstŸcke dafŸr zahlen, dass ich mit Dir Zeit verbringen darf.

 

PRINZESSIN: Aber ich bin schrecklich zu Dir und Deiner Familie gewesen.

 

NICK: Du hast mich manchmal aufgeregt. Aber Du hast etwas an Dir. So wie Du bist, mšchte ich

          Dich nie wieder loslassen. Es ist nicht Deine Schšnheit. Es bist Du.

 

PRINZESSIN: Oh, Nick. (Sie umarmen sich.)

 

NICK: Die Gute Fee hat Deine Schšnheit von au§en genommen und sie in Dich hinein gesteckt.

 

PRINZESSIN: Danke.

 

NICK: Nein, lassÔ uns der Guten Fee danken.

 

           (GUTE FEE erscheint)

 

GUTE FEE: Ihr habt gerufen?

 

PRINZESSIN: Da bist Du! Ich sollte Dich....

                       (Packt sie)

                       Umarmen.

 

GUTE FEE: Na, das ist mal was anderes.

 

PRINZESSIN: Ich kann Dir nicht genug  danken fŸr das, was Du getan hast.

 

GUTE FEE: Vielleicht habe ich ein bisschen Ÿbertrieben.

 

NICK: Ich nehme an, Du wirst sie jetzt zurŸck verwandeln.

 

GUTE FEE: Ich kann und werde es tun.

 

PRINZESSIN: Nein warte. Ich habe mich gerade daran gewšhnt so zu sein, wie ich jetzt bin.

 

NICK: Aber mšchtest Du nicht Prinzessin sein.?

 

PRINZESSIN: Aber wenn ich Prinzessin bin, kann ich nicht mit Dir zusammen sein.

 

NICK: Du wŸrdest das alles fŸr mich aufgeben?

 

PRINZESSIN: Du und Deine Familie waren so gut zu mir. Du bist der Erste, der mich mag, wie

                        ich bin und nicht wie ich aussehe. Und ich bin so glŸcklich. Vorher fŸhlte ich mich

                        immer schlecht.

 

GUTE FEE: Oh, was soll ich machen, was soll ich machen. Die Gute-Fee-Regeln besagen, ich

                     muss Dich zurŸck verwandeln, weil Du deine Lektion gelernt hast.

 

PRINZESSIN: Kšnntest Du sie nicht das eine Mal brechen?

 

NICK: Aber was ist mit Deiner Familie, Beauty.  Sie machen sich Sorgen um Dich, wenn Du nicht

          zurŸckgehst.

 

PRINZESSIN: Ach, du meine GŸte. Ich hatte sie vergessen. Wie schrecklich von mir.

 

GUTE FEE: Niemand ist perfekt.

 

PRINZESSIN: Besonders ich nicht.

 

GUTE FEE: Wie sollen wirÕs machen?

 

PRINZESSIN: Warum kann ich nicht beides haben?

 

GUTE FEE: Beides?

 

PRINZESSIN: Nick und meine Familie.

 

NICK: Beauty?

 

PRINZESSIN: Ja, Nick.

 

NICK: Du musst nach Hause gehen.

 

PRINZESSIN: Aber, Nick!

 

NICK: Deine Familie braucht Dich. Ich wei§, was es hei§t, jemand, den man liebt, zu verlieren. 

          Es hinterlЧt eine Leere in Deinem Leben, die man nie fŸllen kann. Als meine Eltern

          starben...

 

PRINZESSIN: Wenn Du glaubst, es ist das Beste.

 

NICK: Das tue ich.

 

PRINZESSIN: Aber ich mšchte nicht wieder so gemein und schrecklich werden.

 

GUTE FEE: Du kannst genauso sein wie Du mšchtest. Ich verspreche es.

 

PRINZESSIN: Dann gehe ich besser.

 

NICK: Ich werde Dich vermissen, Beauty. (Nimmt Ihre HŠnde)

 

PRINZESSIN: Ich werde Dich auch vermissen.

 

GUTE FEE: Bist Du soweit?

 

PRINZESSIN: Ich bin soweit.

 

GUTE FEE: Achtung, los gehtÕs

                   (ZAP! Licht zum Black)

 

PRINZESSIN: Es ist so dunkel.

 

GUTE FEE: Etwas nicht in Ordnung?

 

PRINZESSIN: Sind wir schon da?

 

NICK: (stš§t mit etwas zusammen) Ich fŸrchte nicht.

           (Es klopft an der TŸr) Ich frag mich wer das ist.

           Ich denke, wir werden es nie wissen, weil ich die TŸr nicht finden kann.

          

GUTE FEE: Also, was ist noch mal das Zauberwort fŸr Licht.

                    (Sie klatscht 2 X in die HŠnde)

                    KlatschÔ an. (Licht geht wieder an)

                    Das war einfach.

 

NICK: Ich gehÔ an die TŸr. (Macht auf)

 

JANIE: Ich binÔs, Nick. Ich habe jemand mitgebracht.

           (Sie fŸhrt HONORE, K…NIG, SCHREIBER und WACHEN herein)

 

PRINZESSIN: Schwester! Vater! (Sie lŠuft hin und umarmt sie)

 

K…NIG: Beauty? Bist Du es wirklich?

 

HONORE: Was ist mit Dir passiert.?

 

PRINZESSIN: Etwas wundervolles.

 

K…NIG: Ich verstehÔ nicht.

 

PRINZESSIN: Ich bin nicht gerade die netteste Person auf der Welt gewesen und die Gute Fee

                        hier hat entschieden mein Innerstes nach au§en zukehren.

 

HONORE: Ich bin so froh, dass es Dir gut geht.

 

PRINZESSIN: Ich wei§ nicht, was passiert wŠre, wenn  Nick nicht gewesen wŠre.

 

K…NIG: Nick?

 

NICK: (Auf den Knien) Ja, Hoheit.

 

K…NIG: Erhebe Dich. (Die Kinder sammeln sich langsam.) Hallo, Kinder.

 

CINDY: Seid Ihr wirklich der Kšnig?

 

K…NIG: Ich bin wirklich der Kšnig.

 

CINDY: Ich glaube Euch nicht. 

 

NICK: Cindy, zeige etwas Respekt.

 

K…NIG: Schon in Ordnung. Sie scheint ein liebes MŠdchen zu sein.

 

PRINZESSIN: Danke, dass Ihr Euch alle so um mich gekŸmmert habt. Ihr seid alle wunderbar.

 

MANDY: VerlЧt Du uns?

 

SAM: Bitte, gehÔ nicht.

 

NICK: Sie muss. Sie ist eine Prinzessin.

 

PRINZESSIN: Aber ich kann nicht einfach zurŸck in mein altes Leben. Ich mag mein neues 

                       Leben. 

 

K…NIG: Was sagst Du? Du mšchtest nicht nachhause kommen?

 

PRINZESSIN: Ich mšchte nur nicht diejenige sein, die ich frŸher war. Ich werde nie so gut sein

                        wie Honore. 

 

HONORE: Was meinst Du?

 

PRINZESSIN: Ich bin immer noch nicht so schšn wie Du. Ich glaube ich werde es nie sein.

 

HONORE: Aber Du bist die schšnste Frau des Kšnigreichs.

 

PRINZESSIN: Das dachte ich frŸher, aber heute nicht mehr. Jetzt denke ich Du bist immer die 

                        Schšnste gewesen, nur wir konnten es einfach nicht sehen.

 

GUTE FEE: Ich kann Dir jetzt Deine Schšnheit zurŸckgeben.

 

PRINZESSIN: Nein, ich glaube ich mšchte meine Schšnheit nicht mehr haben.

 

NICK: Ich finde, Du bist jetzt schšn. 

 

PETER: VerŠndere Dich nicht, Beauty.

 

PRINZESSIN: Ich glaubÔ ich werde es nicht tun. 

 

HONORE: Vater? Kšnnen wir Beauty nicht erlauben hier zu bleiben?

 

K…NIG: Meine Tochter? Eine BŠuerin? Niemals.

 

HONORE:  Dann schaffe doch die Bauern ab.

 

NICK: Was?!

 

HONORE: Das klingt furchtbar. Was ich meine, ist, warum machst Du nicht alle Bauern zu  

                  Adligen .  Wir kšnnen ihnen alle einen Teil unserer ReichtŸmer geben, damit

                  sie so gut leben kšnnen wie wir.

 

K…NIG: Ich denke, wir kšnnten das tun. 

 

PRINZESSIN: Oh, bitte, Vater.

 

K…NIG: Ok. So machen wirÕs.

 

ALLE: Hurra!

 

K…NIG: Wir šffnen unsere kšniglichen Schatzkammern. Wir verschenken alle unsere

              ŸberflŸssigen Kleider und alles ueberschuessige Essen. Es wird niemand wieder leiden  

              in unserem Kšnigreich.

 

ALL: Hurra!

 

K…NIG: Und wir fangen an mit unseren Freunden Nick und Janie.

 

NICK: Bitte, ihre Hoheit. Wir brauchen nichts. Wir sind glŸcklich, so wie wir sind.

 

K…NIG: Was?

 

JANIE: Wir haben alles, was wir brauchen. 

 

K…NIG: Aber Ihr habt keine silbernen Teller und Purpurroben. Ihr habt keine goldenen StŸhle und 

              kuscheligen Hausschuhe.

 

PRINZESSIN: Wir kšnnen auf alles verzichten.

 

HONORE: Wie wŠrÕs mit keinen Steuern mehr?

 

NICK: Einverstanden. (SchŸttelt dem K…NIG die Hand)

 

K…NIG: Nie,nie, nie wieder Steuern. Bist Du sicher wir kšnnen das tun?

 

HONORE: Ja, Vater. Wir kšnnen. Wir haben mehr Geld, als wir damit anzufangen wissen, und

                  bald werde ich mit Andres verheiratet sein und in seinem Kšnigreich leben.

 

K…NIG: Wer wird dann spŠter mein Kšnigreich fŸhren.?

 

PRINZESSIN: Vielleicht wŠre Nick bereit.

 

NICK: Ich?

 

PRINZESSIN: Du kšnntest ihn zum Prinzen machen, Vater.

 

NICK: Mich?

 

PRINZESSIN: Und dann kšnnten wir heiraten.

 

NICK und K…NIG: Heiraten?

 

KIDS: Hurra!

 

HONORE: Ich finde das ist eine wunderbare Idee!

 

K…NIG: Ich glaube, wir sind Ÿberstimmt worden, Nick.

 

NICK: Es sieht so aus.

 

K…NIG: Dies ist sicher eins der ungewšhnlichsten Dinge, das jemals in meinem Kšnigreich

              passiert ist.

 

PRINZESSIN: Das kannst Du laut sagen.

 

NICK:  Bist Du sicher, dass das Du machen willst, Beauty?

 

PRINZESSIN: Ich bin mir in meinem Leben noch nie so sicher gewesen.

                       (Sie umarmen sich)

 

HONORE: Es sieht so aus, als ob es eine Doppelhochzeit wird.

 

KIDS: Hurra!

 

PETER: Ich will BrautfŸhrer sein!

 

CINDY: Ich darf Brautjungfer sein.

 

MANDY: Ich mšchte Blumen streuen.

 

K…NIG: Worauf habe ich mich eingelassen? (Licht fade to black)

 

 

GUTE FEE: (Spot auf sie. Sie schluchzt selig.) War das nicht eine rŸhrende Geschichte? Oh, tut

                     mir leid, ich habe eine SchwŠche fŸr Happy Ends.

                     (Sammelt sich wieder.)

                     Es war im Kšnigreich nie wieder so wie frŸher. Die Bauern wurden von ihrer

                     Steuerlast befreit. Und zahlreiche Feiertage wurden ausgesprochen fŸr die 

                     geplanten Hochzeiten von Beauty und Nick und Honore und Andres. Und natŸrlich       

                     lebten sie glŸcklich bis an ihr Lebensende.

 

                     (HŠlt inne als ob jemand ihr eine Frage stellt)

                     Ich? Ich machÔ mich auf  nach Hawaii zum hundertsten JubilŠum der Konferenz der           

                     Gute-Feen. Ich habe gehšrt, da wird der Teufel los sein. Das wird eine ziemlich gute   

                     Show sein. Fast so gut wie diese.

               

                     TschŸ§! (Schnipst mit den Finger und Licht fade to black)

 

ENDE